Das Sprachstudium – Welche Berufsmöglichkeiten ergeben sich?


Mit den steigenden Studierendenzahlen der vergangenen Jahre wuchs auch die Zahl der Menschen, die sich für den sprachlichen Bereich entscheiden. Während das Studium selbst ihnen oft große Freude bereitet, herrscht Unklarheit über die beruflichen Perspektiven, die sich im Anschluss daraus ergeben. Wir werfen einen Blick auf drei große Felder, die mit dem Abschluss in der Tasche erschlossen werden können.

Übersetzer/in und Dolmetscher/in

Direkt assoziiert wird der Beruf des Übersetzers mit einem Sprachstudium. Schließlich gelingt es im Laufe von rund zehn Semestern, bis in die kleinsten Segmente der Sprache vorzudringen. Diese Kenntnisse in Phonologie, Syntax und Semantik machen es möglich, in den Kreis der Übersetzer aufzurücken. Inzwischen wurde auch dieser Beruf digitalisiert und ist über Ländergrenzen hinweg verfügbar. Anbieter, wie zum Beispiel das Übersetzungsbüro Graz, erschließen sich dadurch eine breite Zielgruppe.

Davon unterscheiden sich die Aufgaben, denen sich ein Dolmetscher in seinem Alltag zu stellen hat. Hier liegt der Fokus in besonderer Weise auf der sinngemäßen Übersetzung. Es wird dem Wunsch Ausdruck verliehen, eine sprachliche Äußerung in Echtzeit zu übersetzen. Aufgrund der sehr sensiblen Einsatzgebiete, wie zum Beispiel der Politik, ist eine besonders hohe Zuverlässigkeit notwendig.

Das Lehramt im Fokus

Immer mehr Anhänger findet in diesen Jahren das Lehramt. Wer eine Sprache studierte, kann sich auch dieses Berufsfeld offenhalten. Allerdings ist es dafür in den meisten Bundesländern notwendig, noch über einen Studienabschluss in einem zweiten Fach zu verfügen. Erst dann bietet sich die Möglichkeit, in den staatlichen Schuldienst zu wechseln. Die studierte Sprache kommt im eigenen Alltag allerdings oberflächlicher zum Vorschein, als in anderen Berufsfeldern.

Neben dem Zweifach gesellt sich der Bereich der Pädagogik und Didaktik zu den eigenen Aufgabenfeldern. Auch hier ist es notwendig, an der Hochschule oder Universität eine bestimmte Anzahl an Modulen zu belegen. Hinzu kommen Pflichtpraktika und ein Praxissemester, die den Zeitrahmen der Ausbildung weiter in die Länge ziehen.

Angebote aus der freien Wirtschaft

Immer wieder sind auch Unternehmen der freien Wirtschaft auf der Suche nach Linguisten. Zwar handelt es sich bei den Geisteswissenschaftlern nur um einen kleinen Teil der Angestellten, doch diese sind für viele Konzerne absolut unverzichtbar. Zu den Aufgaben zählt zum Beispiel der große Bereich des Marketings. Teure Kampagnen werden in der Regel über Monate geplant und jedes Wort, welches schließlich den Weg in den Werbeflyer findet, wird mehrmals auf die Probe gestellt. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund der perfekten Ansprache des Kunden, die im besten Fall mit einem Kauf des Produkts oder der Dienstleistung verbunden ist.

Unter dem Strich hält sich die Zahl der Stellen, die für Linguistinnen und Linguisten in der Wirtschaft zur Verfügung stehen, stark in Grenzen. Wem es allerdings gelingt, nach dem Studium einen solchen Weg einzuschlagen, der freut sich in der Regel über ansprechende Arbeitsbedingungen und ein hohes Gehalt. Umso wichtiger ist es, die eigenen Chancen innerhalb der Industrie abzuschätzen, die je nach Sprache variieren können. In keinem Fall ist es ratsam, diesen Berufszweig direkt zu Beginn abzuschreiben und ihm gar keine Chance in den eigenen beruflichen Planungen zu gewähren.

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